anzeige

Cuts for Silence


Seite: 1
Autor Beitrag
Abgemeldet
24.07.07 - 17:07:54 Uhr

Hello, Folks!

Habe heute meine Kurz(e)geschichte "Cuts for Silence" endlich wieder hochgeladen. Siehe http://damndudesfoetus.pytalhost.de/ --> Die Werke --> Cuts for Silence. Hätte gern Kritik. Man möge übrigens erwähnen, dass die Geschichte schon einen tieferen Sinn hat.
ixiter
24.07.07 - 17:58:36 Uhr

Wenn es um die Folgen geht, schreibst du immer in der Ich Form. Nahezu jeder Satz beginnt mit Ich.

Geht es um die Ursachen, sind es die Dinge die von aussen auf dich wirken. Dann ist alles um dich herum zu eng, was dich so arg belastet. Die Verantwortung dafür suchst und findest du ausserhalb deines Ich.

Im ersten Teil suchst du noch den "Retter". Sind die Retter später da, sind sie schon wieder eine Last. Sie bedrängen dich, rasen auf dich zu, reden auf dich ein. Es geht dann wieder nur um dich. Du bist schon wieder Opfer. Opfer von all dem außerhalb von dir. Die Sorge deiner Mitmenschen um dich herum ist unwichtig. Sie sind weniger als anonym. Aber sie sind da und in jedem Fall gegen dich. Sie belasten dich.
Dich, der sich nach der Stille sehnt. Der sich befreien will vom Lärm und der Unrast um sich herum. Der sich aber nur von sich selbst befreien will.

Endlich bekommt das Außerhalb einen Sinn. Man kann es benutzen wie ein Werkzeug. Da dienen sie als Publikum, dem du deine Show zeigen kannst. Der Fahrer des Geländewagens ist noch weniger als weniger als anonym. Er existiert gar nicht. Nur der Geländewagen ist wichtig. Schließlich geht es ja um dich. Und du bist wichtig. Alle anderen sind bestenfalls leider notwendiges Beiwerk.

Die Antwort, warum du nicht verblutet bist, bleibst du schuldig. Es gibt ja auch keine logische Erklärung. Du bist einzig aus dem Grund nicht verblutet, damit du später dein Publikum, die Schuldigen an deinem Leid, treffen kannst. Die Anderen, das Leben, alles was von außen kommt. Zu viel, zu eng, eine Last. Und du bist Opfer. Du bist wichtig. Bis zum Schluss.

Die Umstehenden und erst recht der Fahrer des Geländewagens erfahren nichts von deiner Stille. Sie erfahren eine Katastrophe, die sie bis ans Ende ihrer Tage begleiten und belasten wird. Bilder und Lärm, der nie aus ihren Köpfen verschwinden wird. Doch das ist völlig egal. Es geht ja schließlich um dich und deine Stille. Wenn überhaupt, dann geschieht es Ihnen recht. Schließlich sind sie es, die deinen Lärm und deine Unrast zu verantworten haben.

Wie jede Geschichte eines Suizids, ist auch diese die Geschichte eines Egozentrikers.


mfg
iXiter




Pytalhost Suche
Abgemeldet
24.07.07 - 18:26:56 Uhr

Grossartige Interpretation !

Die Kernaussage der geschichte soll sein:
"Die Welt in der ich lebe ist zu eng und viel zu laut - Ich bin lieber tot als darin zu leben"

Dass die Hauptperson nur von sich redet ist beabsichtigt, da aus ihrer sichteise alles auf sie einwirkt, es ihr nur um ihr wohlergehen geht. die schnitte an den armen waren bereits ein suizidversuch, der fehlgeschlagen ist (sich umbringen wollen und dann pulsadern falsch aufschneiden).

Das Aussen soll allerdings nicht als Publikum Dienen, sondern als werkzeug, den suizid auszuführen - was sich von aussen die ganze zeit über quälend auf die hauptperson ausübt wird letztendlich zur erlösung genutzt.
ixiter
24.07.07 - 18:32:58 Uhr

Gott sei Dank ist es nicht autobiographisch


Pytalhost Suche
Abgemeldet
24.07.07 - 18:35:26 Uhr

dann wär ich ja tot.

Aber hat dir denn die Geschichte von so her gefallen ?
Seite: 1

- Obige Beiträge stellen keine Äußerung oder Meinung von Pytal oder dessen Betreiber dar -